Dienstag, 16. Januar 2018

Funkenflug von Izabelle Jardin [Rezension]


Beschreibung:

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag*: Tinte & Feder (31. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503946800
ISBN-13: 978-1503946804
Preis eBook*: 4,99 €
Preis Taschenbuch*: 9,99 €

Inhalt:

Der neue Roman der Bestsellerautorin von »Bernsteintränen«.

Manchmal glühen die Funken der Vergangenheit im Feuer der Gegenwart weiter.

Constantin ist die Liebe ihres Lebens. Daran hat Faye Duncan keinen Zweifel. Deshalb will die Journalistin ihren Freund auf dem Schloss seiner Ahnen heiraten.

Aber Constantins Vater ist damit nicht einverstanden. Tradition verpflichtet und Faye genügt nicht seinem ausgeprägten Standesdünkel. Doch so leicht gibt die selbstbewusste Faye nicht auf.

Als sie das alte, wunderschöne Gemälde der Urgroßmutter Constantins entdeckt, fängt sie an, fieberhaft zu recherchieren. Nach und nach taucht sie ein in ein Familiengeheimnis, das sie zurückführt ins viktorianische Zeitalter und in die Lebens- und Liebesgeschichte dieser faszinierenden Frau. Für Faye beginnt die Reise in eine Vergangenheit voller Tragik und Schicksalsschläge, an deren Anfang ein unglaubliches Ereignis steht: eine nicht standesgemäße Verlobung im August 1851 … und der Funke eines Feuerwerks, der mehr entfacht als bloße Leidenschaft.

Izabelle Jardin verknüpft das Leben zweier Paare über Jahrhunderte hinweg. Auf zauberhafte Weise entführt sie die Leser in eine längst vergangene Epoche voller dramatischer Ereignisse.

Rezension:

Ich habe schon das ein oder andere Buch dieser Autorin gelesen und habe mich daher sehr auf diesen Roman gefreut. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend und dementsprechend groß war meine Neugier. 
Ich liebe ja Geschichten, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen und genau das wurde ja auch im Klappentext angedeutet. Und so kam es auch. Unsere Hauptprotagonistin der Gegenwart ist Faye. Eine empathische Engländerin mit einen großen Herz. Sie hat so ihre Macken, aber wer hat die denn nicht. Manchmal fand ich ihre emotionale bzw. mitfühlende Art ein wenig anstrengend, aber sie ist doch eine liebenswerte Figur. 
Constantin, ihr Verlobter, ist ein richtiges Goldstück. Seine gesamte Art hat mich für sich eingenommen. Überhaupt wurde jeder Charakter liebevoll von Izabelle Jardin geformt, dass ist beim Lesen des Romans deutlich spürbar. 
Constantins Urgroßmutter ist eine beeindruckend starke Persönlichkeit und ich fand es unfassbar, wie sie ihr Schicksal meisterte. Diese Zeitebene, in der ihr Leben beschrieben wird, gefiel mir ein wenig besser, als die Gegenwart. Der Plot ist insgesamt gut, aber ich frage mich, ob es nicht doch besser gewesen wäre, wenn die Autorin das Leben der Urgroßmutter allein stehend geschrieben hätte. Gerade in Bezug auf Faye und der Gegenwart blieb ich am Ende ziemlich in der Luft hängen. Für mich ist das Ende nicht wirklich rund. Eigentlich macht mich das sogar ein wenig traurig, denn bisher konnten mich die Romane der Autorin immer vollständig überzeugen. 
Alles in allem ist es ein solider Roman zwei verschiedener Generationen, der sehr angenehm zu lesen ist und doch irgendwie anders als die sonstigen Romane von Izabelle Jardin, die ich bisher gelesen habe. Auch wenn es mich nicht komplett überzeugen konnte, werde ich gespannt auf ihr nächstes Buch warten. 

Bewertung:

  


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Sonntag, 14. Januar 2018

The Legend of Port Pine: Gefahrvolle Liebe von Evelyn Boyd



Beschreibung:

Format: eBook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 171 Seiten
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS*; Auflage: 1 (12. Oktober 2017)
ASIN: B0762BT7SZ
Preis eBook: 2,99 €*

Inhalt:

Der neue Suspence Romance Roman von Evelyn Boyd

Als Caitlin Macrae von dem mysteriösen Unfalltod ihrer Lieblingstante Megan erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen. Kurzentschlossen macht sich sie auf den Weg in das verschlafene Küstennest Port Pine, um den Nachlass zu regeln. Eigentlich möchte Caitlin das einsame Haus bei den Klippen verkaufen, doch dann entdeckt sie im Wald ein historisches Karussell. Als sie zudem noch einen geheimnisvollen jungen Mann kennenlernt, der angeblich mit ihrer Tante zusammen das Karussell restauriert hat, ist ihre Neugier geweckt. Hatte der plötzliche Tod ihrer Tante vielleicht mit der Arbeit am Karussell zu tun? Eine unheimliche Legende und seltsame Vorkommnisse im Wald geben Caitlin weitere Rätsel auf. Während sie versucht Licht in das Dunkel zu bringen, verstrickt sie sich unerwartet in ihre Gefühle. Doch wie soll sich ihr Herz entscheiden, wenn sie nicht weiß, wem sie wirklich vertrauen kann?


Rezension:

Ein Buch, dass mich vom Klappentext sehr neugierig machte. Ich liebe Romane, die am Meer spielen und leicht mystisch sind. In diesem Buch haben wir eine dunkle Legende, eine junge Frau die vor einer schweren Aufgabe steht und einen attraktiven Bad Boy. Dieser Mix verspricht ein tolles Lesevergnügen. Und das hatte ich auch. Der Roman hat relativ wenig Seiten, um die 170, und war daher schnell durchgelesen. Ich habe es sozusagen begonnen und ein paar Stunden später beendet. Dies ist auch der Handlung zu verdanken, die wirklich spannend und fesselnd war. Die Charaktere waren sympathisch und konnten mich für sich einnehmen. Der Handlungsort übte auf mich eine große Faszination aus und ich war gerne mit Caitlin dort unterwegs. Das Meer, die steilen Klippen, die Wälder und der häufige Nebel bildeten den perfekten Rahmen für diese Handlung.
In diesem Buch kommt keine Langeweile auf, denn es geht Schlag auf Schlag und ein Ereignis jagt das Nächste. Hier hätte ich mir doch ein wenig mehr Seiten gewünscht und ein paar Ausführlichkeiten. Ich fühlte mich teilweise echt gehetzt und hätte mir mehr Zeit gewünscht, um mir meine eigenen Theorien zurecht zu legen. Es ist allerdings nur mein Eindruck, die Handlung hatte daher eine schnelle Dynamik, die nicht so wirklich für mich passte. Aber das empfindet ja auch jeder anders. Auch am Ende wirkte alles ziemlich überstürzt und ich fühlte mich ein wenig abgefertigt.
Aber wer auf kurze und knackige Thriller steht mit einem Hauch Gefühl, wirklich nicht viel, wird viel Freude mit diesem Buch haben. Ich habe es gerne gelesen und kann es guten Gewissens Thrillerfans empfehlen.

Bewertung:

  


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Dienstag, 2. Januar 2018

2018 Vorsätze, Rückblicke und andere Gedanken

Hallöchen meine lieben Leseeulen,

ich hoffe ihr seid alle gute ins neue Jahr gekommen. Natürlich wünsche ich euch für 2018 alles gute und viel Gesundheit, Erfolg und was Ihr euch selbst wünscht. 
Auch ich bin nun auf dem Blog startklar für das neue Jahr und habe erstmal alles fleißig umgestellt. Wer meinem Blog schon länger folgt und mich ein wenig kennt weiß, dass ich kein Freund davon bin mit Statistiken um mich zu werfen. Ich habe mein persönliches Ziel von 100 Büchern im Jahr 2017 nicht erreicht und ich werde hier auch nicht nochmal zurückblicken, welche meine Highlights waren oder nicht. Ich möchte jedenfalls kein Buch missen und schaue nun nach vorne. 
Jeder kennt doch die guten Vorsätze, die man spätestens am Silvesterabend für das kommende Jahr fasst. Habe ich sowas auch getan ? Naja, vielleicht ein klein wenig. Ich möchte natürlich versuchen die 100 Bücher dieses Jahr zu schaffen, mal schauen ob es mir dieses Mal gelingt. 
Was wird sonst so passieren ? Ich werde natürlich weiterhin fleißig rezensieren und Buchentdeckungen vorstellen. Jedoch gibt es dafür keine festen Termine, da sich das durch meine Umschulung momentan nicht wirklich umsetzen lässt. Aber ich möchte schon versuchen, euch einmal in der Woche ein neues Buch vorzustellen. Dabei möchte ich nochmal erwähnen, dass ich diese Bücher beim Stöbern auf sämtlichen Plattformen entdecke, nicht jedes davon lesen oder kaufen werde. Aber vielleicht ist es ja für den ein oder anderen von euch etwas und ich kann euch ein klein wenig neugierig machen. 
Gibt es dieses Jahr eine Challange ? Nein es wird keine Challange geben, ausser die Bücherkultur Challange, die im Hintergrund eh immer mitläuft. Warum keine neuen Challanges ? Ich habe für mich festgestellt, dass Challanges am Anfang mich motivieren, aber mit der Zeit ändert sich das Leseverhalten, die Bücher passen nicht mehr zu meiner Laune oder ich habe dann keine Lust mehr auf diese. Ich möchte frei und ohne Druck entscheiden können, welches Buch ich als Nächstes in die Hand nehme. Aus diesem Grund werde ich dieses Jahr auch nicht jeden Hype mitnehmen und auch kaum Bücher bei Verlagen anfragen. Ich habe so unendlich viele und tolle Bücher daheim, dass ich mir fest vorgenommen habe so wenig Bücher wie möglich zu kaufen oder anzufragen. Ich werde also vorrangig die Bücher lesen, die sich bereits in meinem Besitz befinden oder mir auch fleißig welche aus der Bibliothek ausleihen. Es ist also wenn man es so sehen will eine "Keine-Bücher-kaufen-und-SuB-Abbau-Challange". 
Hier mal ein kleiner Einblick in meine Büchersammlung, damit ihr ein wenig besser versteht, warum ich dieses Jahr diesen Weg gehen werde. 
Dieses Foto von Oktober 2015 und seitdem sind viele weitere Bücher hinzugekommen und im gesamten Haus verteilt. Damit sie nicht in ihren Kisten gefangen bleiben werde ich sie dieses Jahr daraus befreien und endlich ein paar von ihnen lesen und ihre Welt erkunden. Im Zuge dessen werde ich mich auch von einigen trennen, die ich eventuell doppelt habe oder nicht mehr meinem Lesegeschmack treffen. Vielleicht wird es hier auf meinem Blog dafür einen kleinen Flohmarkt geben oder ich verlose das ein oder andere Schätzchen an euch. Wir werden ja sehen was ich machen werde. Zumindest ist der Plan grob gefasst.
Zusammendfassend kann man also sagen:
Keine Challange, keine Käufe oder Anfragen, Trennungen einleiten und einfach stressfrei genießen. 
Natürlich werde ich sicher die ein oder andere Leserunde begleiten und auch in der Facebookgruppe 
Ein Buch in einem Monat werde ich gemeinsam mit anderen Bücher lesen. Ich freue mich immer sehr, wenn ich mich mit jemanden austauschen oder man sich gegenseitig motivieren kann. Im Groben versuchen wir, wie es der Gruppenname schon verrät, ein Buch in einem Monat zu beenden. Aber sollte jemand langsamer sein, verhindert oder durch Krankheit ausfallen, dann kann man immer noch unter den entsprechenden Abschnitten kommentieren und diskutieren. Hier wird keiner vorwärts getrieben, sondern jeder bestimmt für sich selbst.
Gestern bin ich nicht nur ins neue Jahr gerutscht, sondern direkt auch ins neue Lebensjahr. Ich hatte Geburtstag und habe das ein oder andere Buch bekommen. Diese, so habe ich es mir fest vorgenommen, werde ich zeitnah lesen. Aber erst einmal möchte ich sie euch hier zeigen. 




Wie ihr seht sind diese aktuell und auch älteren Erscheinungsdatums und ich habe mich sehr gefreut. Ich hoffe ich werde diese so schnell wir möglich lesen können. 
Nähere Informationen zu diesen erhaltet ihr auf Amazon unter den folgenden Buchlinks:

Vielleicht habt ihr ja schon das ein oder andere davon gelesen und könnt mir eure Meinung dazu mitteilen. Ich würde mich sehr freuen. 
So ich glaube und hoffe ich habe nichts vergessen, aber ich freue mich auf ein entspanntes Lesejahr gemeinsam mit euch. Ihr könnt mir gerne Kommentare da lassen, was ihr euch vielleicht wünscht oder was ihr über meine Vorsätze denkt. 
Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag und allen die bereits wieder arbeiten müssen eine stressfreie erste Woche im Jahr 2018. 

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Die Rückkehr der Wale von Isabel Morland [Rezension]


Beschreibung:

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Knaur TB; Auflage: Originalausgabe (2. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426521806
ISBN-13: 978-3426521809
Preis eBook: 9,99 €
Preis broschiert: 9,99 €

Inhalt:

Ein großer Liebesroman um einen geheimnisvollen Fremden von der neuen deutschen Autorin Isabel Morland vor dem grandiosen Hintergrund einer wilden Hebriden-Insel

Einst hat Kayla ihren Mann geliebt. Doch immer öfter geraten die beiden in Streit, und Dalziel wird so wütend, dass sie Angst vor ihm hat. Da taucht ein Fremder auf der kleinen, abgeschiedenen Hebriden-Insel auf, über den bald allerhand Gerüchte in Umlauf sind. Auch Kayla ist nach der ersten Begegnung mit Brannan sofort fasziniert von diesem Mann, der ein Geheimnis zu hüten scheint.
Ihre eigenen, immer stärker werdenden Gefühle für ihn, aber auch das Gerede der Inselbewohner treiben Kayla mehr und mehr in einen inneren Zwiespalt, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint …

Rezension:

Bei diesem Buch hatte das Cover mich direkt für sich eingenommen. Der Klappentext tat dann sein Übriges. Ich habe ein paar Seiten, und damit meine ich um die 20, gebraucht um ich mich in die Geschichte einzufinden. Den Anfang fand ich etwas ungewöhnlich und irritierend, aber im Nachhinein betrachtet ergibt er deutlich einen Sinn. 
Ich finde die Autorin hat eine grandiose Geschichte erschaffen, die mich bis zur letzten Seite fesseln konnte. Besonders hat mir gefallen, wie sie die Inseln, das Meer und die Legenden um diese beschreibt. Man kann förmlich die Gischt und den Wind im Gesicht beim Lesen spüren. Das durch die Legenden und Inselbewohner eine regelrecht dürstere Stimmung in den passenden Momenten erzeugt wird fand ich großartig. 
Die Charaktere runden das Gesamtbild perfekt ab. Denn jede Figur hat die nötige Tiefe und seine ganz persönlichen Eigenheiten hauchen der Geschichte Leben ein. Natürlich wurde so auch eine Sympathie oder Antipathie erzeugt. Besonders sympathisch war mir Brannan. Sein Handeln und seine gesamte Art haben mich für ihn eingenommen. Bei Kayla schwankte es etwas, trotz dass sie im Mittelpunkt der Handlung steht kam ich nicht so wirklich an sie ran. Sie war für mich distanziert und unnahbar, ihre Gefühle wurden aber sehr gut dargestellt. Genau kann ich nicht sagen warum sich keine intensive Verbindung zu ihr aufbauen wollte. Absolut unsympathisch, und ich denke das war genau so gewollt, war mir Dalziel. Kaylas Mann verhält sich absolut so,wie man sich einen verbitterten und griesgrämigen Inselbewohner vorstellt. Aber gerade die Vielfalt an Persönlichkeiten gefiel mir sehr. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl zur Gemeinde zu gehören. 
Die Geschichte ist abgeschlossen und den Schluss könnte man als beendet bezeichnen. Man kann sich aber seine eigenen Gedanken dazu machen und bei mir stellte sich ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit ein. 
Isabel Morland hat einen großartigen Roman geschrieben, der die Rauheit der schottischen Inseln und das Leben auf diesen perfekt widerspiegelt. 
Für mich war es ein wundervolles Leseerlebnis und wer sich gerne an die schottische Küste träumen möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. 


Bewertung:


   

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Mittwoch, 22. November 2017

Fundament der Ewigkeit von Ken Follett [Rezension]


Beschreibung:

Gebundene Ausgabe: 1168 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 2 (12. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785726007
ISBN-13: 978-3785726006
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: A Column of Fire

Preis eBook: 25,99 €
Preis gebundene Ausgabe: 36,00 €


Inhalt:

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors:

1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen - koste es, was es wolle.

Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...


Rezension:

Wie lange haben wir auf eine Fortsetzung gewartet. Ich muss ehrlich gestehen nach all diesen Jahren waren mir die beiden Vorgänger nicht mehr so recht präsent. Aber ich kann sagen, dass man die ersten beiden Teile nicht gelesen haben muss, um diesen Roman zu verstehen. Das einzige was alle gemeinsam haben ist die Kathedrale von Kingsbridge. 
Das neue Werk von Ken Follett ist sehr umfangreich und man benötigt seine Zeit, um sich einzufinden und alle Charaktere kennen zu lernen. Auch die Handlungsorte sind vielfältig und man kann diesen Roman definitiv nicht nebenbei lesen. Denn wir befinden uns neben Kingsbridge in Paris, London, Spanien und anderen Orten. Man kommt also ganz schön rum und mit den Orten nehmen die Personen zu, die wir kennen lernen und eine Rolle für die Haupthandlung spielen. Irgendwann geht alles fließend ineinander über und die Wege der Personen kreuzen sich. Die Handlungsstränge laufen also zeitweise parallel und finden sich dann zusammen. Ein spannendes Konzept, was ich sehr gerne mag, aber mich auch manches Mal forderte. Man muss sich also alles sehr gut merken und am Ball bleiben. Ken Follett hat aber auch eine kleine Personenübersicht erstellt, auch wenn ich diese nicht brauchte. Der rote Faden ist natürlich Ned Willard und seine Familie. Ihn fand ich sehr sympathisch und sein Lebensweg ist einfach nur beeindruckend. Er ist eindeutig ein sehr intelligenter und strebsamer Mann, der sein Leben der Krone widmet. Und wenn wir schon bei der Krone sind kann man natürlich Elisabeth I. nicht ignorieren. Der Autor zeichnet hier ihr Leben und Wirken sehr gut nach, auch wenn es mir manchmal zu geschichtlich war. Überhaupt fand ich, dass dieser Roman manches mal eher einer Biographie der Königin und der Geschichte Englands glich, als Unterhaltung. Natürlich gibt es viel drumrum und viele Personen spielen eine Rolle, aber es geht um die Religionsfreiheit und dem Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken. Es war beeindruckend, wie unterschiedlich das Handeln der einzelnen Charaktere hier war und wie stark sie bereit waren für ihren Glauben einzustehen. 
Dieser Roman ist großartig, wenn auch an menschen Stellen zu detailreich und langatmig. Man braucht definitiv Zeit und Ruhe, um die Gesamtheit zu erfassen und Ned Willard auf seinem Weg zu begleiten. Das Warten hat sich wirklich gelohnt und ich kann dem Autor nur Respekt zollen für dieses Werk. 

Bewertung:

   


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